Über Mich
„Man darf sein eigenes Leben für eine Sache riskieren – niemals jedoch das eines anderen. Wahre Sicherheit entsteht durch unerschütterliche Professionalität, akribische Präzision und beständige Wachsamkeit.“
Marc Hinzmann, Experte für Führung, Sicherheit und Krisenreaktion


Feldjägeroffizier


Sportler
Globetrotter
Kurzvita
Marc Hinzmann war Offizier der Feldjägertruppe (OF-2) und 14 Jahre Soldat in der Bundeswehr. In Führungs- und Stabsverwendungen arbeitete er schwerpunktmäßig an Operations- und Ausbildungsfragen, Sicherheits- und Lagebewertungen sowie der Koordination komplexer Einsätze – oft an der Schnittstelle zwischen militärischen und zivilen Sicherheitsakteuren. Ergänzt wird die operative Erfahrung durch ein Studium der Staats- und Sozialwissenschaften (M.A.).
Aktuell ist Hinzmann als Reservist im Veteranenbüro der Bundeswehr eingesetzt und wirkt u.a. an der Planung des Veteranentags 2026 mit. Als Buchautor veröffentlicht er 2026 „Leben und sterben lassen“ im Econ Verlag (Ullstein).
Short Bio
Marc Hinzmann was a German Military Police officer (OF-2) and served 14 years in the German Armed Forces. In leadership and staff roles, he focused on operations and training, security and situational assessments, and the coordination of complex missions—often at the interface of military and civilian security stakeholders. He holds an M.A. in Political and Social Science.
He is currently assigned as a reservist to the Bundeswehr Veterans’ Office and, among other responsibilities, contributes to planning Veterans’ Day 2026. As an author, he published „Leben und sterben lassen“ in 2026 with Econ Verlag (Ullstein).

Als Offizier der Feldjägertruppe übernahm ich Verantwortung für Menschen, Aufträge und Entscheidungen. In Führungs- und Stabsfunktionen beschäftigte ich mich unter anderem mit Operationsplanung, Ausbildung, Sicherheitsfragen und der Bewertung komplexer Lagen. Gerade in dynamischen Situationen ist es entscheidend, zwischen wichtigen und lediglich dringenden Informationen zu unterscheiden, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und aus Unsicherheit eine handlungsfähige Struktur zu entwickeln. Meine militärische Erfahrung lässt sich deshalb nicht auf Dienstgrade oder einzelne Einsätze reduzieren. Sie umfasst Menschenführung, Planung, Priorisierung, Koordination und die Fähigkeit, auch unter Druck klar zu kommunizieren.
Leadership und Operations
Kabul 2021
Zu den prägendsten Erfahrungen meines Lebens gehört die militärische Evakuierungsoperation aus Kabul im August 2021. Als Feldjägeroffizier war ich mit meinen Soldatinnen und Soldaten unmittelbar mit den Folgen des staatlichen Zusammenbruchs in Afghanistan konfrontiert. In dieser Situation waren Entscheidungen unter erheblichem Zeitdruck zu treffen. Informationen waren unvollständig, die Sicherheitslage veränderte sich fortlaufend und hinter jeder Entscheidung standen konkrete Menschen und persönliche Schicksale.
Kabul hat meinen Blick auf Führung und Sicherheit nachhaltig verändert. Ich habe dort erlebt, dass Sicherheit niemals abstrakt ist. Sie entscheidet über Ordnung, Freiheit, Würde und im Extremfall über Leben und Tod. Die Erfahrung hat mir zugleich gezeigt, dass Führung nicht mit Unfehlbarkeit verwechselt werden darf. Gerade in schwierigen Lagen braucht es die Bereitschaft, erfahrene Menschen einzubeziehen, Unsicherheit offen zu reflektieren und dennoch eine Richtung vorzugeben. Die Verantwortung für die Entscheidung bleibt dabei unteilbar.
Autor, Veteran und Speaker
Seit über 14 Jahren bin ich Soldat bei der Bundeswehr. In dieser Zeit wurde ich zum Feldjägeroffzier ausgebildet und habe nicht nur Führungskompetenzen und strategische Weitsicht im multinationalen Kontext entwickelt, sondern auch zahlreiche Erfahrungen gesammelt, die weit über den militärischen Alltag hinausgehen. In meinem Buch, welches Anfang 2026 erscheint, nehme ich die Leserinnen und Leser mit auf meinen persönlichen Weg durch den Auslandseinsatz in Afghanistan im August 2021, schildere Momente, die mich bis heute dienstlich wie private geprägt haben, und reflektiere, wie gerade diese herausfordernde Situationen mein Verständnis von Führung und Verantwortung geschärft haben.
Parallel dazu ist Sport für mich weit mehr als Ausgleich: Ob intensive Laufeinheiten im Morgengrauen oder Radtouren durch den Wald – körperliche Fitness ist für mich Grundvoraussetzung, um mental belastbar zu bleiben. Neben meiner militärischen Laufbahn habe ich mich mehrere Jahre ehrenamtlich im Vorstand unseres regionalen Fußballvereins engagiert und dort vor allem im Bereich Sponsoring und Marketing unterstützt.
Ich bin fest davon überzeugt, dass der Wille zur kontinuierlichen Verbesserung und lebenslanges Lernen essenzielle Bausteine für nachhaltigen Erfolg sind. Es befähigt uns, mit Veränderungen Schritt zu halten, unsere Perspektiven zu erweitern und kontinuierlich neue Fähigkeiten zu entwickeln, die sowohl persönliches als auch berufliches Wachstum erst ermöglichen.

Mein berufliches Profil
Mein beruflicher Weg ist geprägt von Führung in komplexen Situationen. In über 14 Jahren Bundeswehr habe ich Menschen geführt, operative Vorhaben geplant, Sicherheitslagen bewertet und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure koordiniert. Entscheidend war dabei stets, auch unter Zeitdruck Orientierung zu geben, vorhandene Expertise einzubeziehen und Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen.
- Führung in komplexen Lagen: Klare Führung ist besonders dann gefragt, wenn Informationen unvollständig, Zeit knapp und die Folgen einer Entscheidung nur schwer absehbar sind. In solchen Situationen kommt es darauf an, Prioritäten zu setzen, Ruhe zu bewahren und Menschen eine verlässliche Richtung zu geben.
- Sicherheit und Lagebeurteilung: Sicherheit beginnt mit einem realistischen Verständnis der Lage. Dazu gehört, Risiken frühzeitig zu erkennen, Informationen sorgfältig einzuordnen und aus unterschiedlichen Perspektiven belastbare Handlungsoptionen zu entwickeln.
- Entwicklung und Zusammenarbeit: Nachhaltige Ergebnisse entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen können und unterschiedliche Organisationen konstruktiv zusammenarbeiten. Deshalb gehören die Entwicklung von Mitarbeitenden, verständliche Kommunikation und die Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg für mich untrennbar zu guter Führung.

Erfahrungen weitergeben
2026 erschien mein Buch „Leben und sterben lassen – Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan“ im Econ Verlag der Ullstein Buchverlage. Darin schildere ich die Ereignisse am Flughafen Kabul und reflektiere die persönlichen und moralischen Konsequenzen von Entscheidungen, für die es keine einfachen Antworten gab. Diese Erfahrungen prägen auch meine Vorträge und Gespräche. Ich spreche über Führung unter Druck, Sicherheit, Verantwortung, Afghanistan, Kameradschaft, Veteranenkultur und die Rolle der Bundeswehr in einer demokratischen Gesellschaft. Schreiben und Sprechen sind für mich eine Fortsetzung meiner beruflichen Erfahrung: komplexe Situationen verständlich machen, unterschiedliche Perspektiven einordnen und eine offene Auseinandersetzung mit Verantwortung ermöglichen.
Verantwortung über den Dienst hinaus
Auch nach dem Ende meines aktiven Dienstes bleibt die Unterstützung von Veteraninnen und Veteranen für mich eine persönliche Verpflichtung. Als Reservist engagiere ich mich im Veteranenbüro der Bundeswehr für mehr gesellschaftliche Sichtbarkeit, Anerkennung und verlässliche Unterstützung. Besonders wichtig ist mir, die unterschiedlichen Erfahrungen von Veteraninnen und Veteranen zu bewahren und den Dialog zwischen Bundeswehr, Politik und Gesellschaft zu stärken.
Ein Auszug meiner Beiträge auf LinkedIn:
Authentische Führung: Der Schlüssel zu echtem Vertrauen
Als Offizier und Disziplinarvorgesetzter beschäftigt mich immer wieder die Frage, was gute Führung auszeichnet. Helmut Schmidt sagte einst: „Wer erwartet, dass andere ihm auf seinen Weg folgen, muss bereit sein, die Führung zu übernehmen.“ Die Formulierung des Führungsanspruchs ist sicherlich ein wesentlicher Bestandteil der Führungskompetenz. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist Authentizität das Schlüsselwort. Die Menschen um einen herum spüren sofort, ob man eine Rolle spielt oder authentisch ist. Authentizität bedeutet Mensch zu bleiben, sich Fehler einzugestehen oder um Rat zu fragen. Gerade in ernsten oder schwierigen Situationen zeigt sich der wahre Charakter und genau dann ist es entscheidend, dass man als Vorgesetzter ernst- und wahrgenommen wird - unabhängig von der eigenen Dienststellung oder dem Dienstgrad. Um auf die Worte von Helmut Schmidt zurückzukommen. Führung zu übernehmen bedeutet nicht, alles zu wissen und schon gar nicht alles zu können. Es bedeutet vielmehr in der Lage zu sein Situationen richtig einzuschätzen, die richtigen Fragen zu stellen und am Ende, nach dem Abwägen der Möglichkeiten, den richtigen Entschluss zu fassen [mehr...]
Der Nebel der Ungewissheit ist die Bühne für echte Führung
Eine chinesische Weisheit besagt, dass bei ruhigem Wetter jeder ein guter Steuermann sein kann. In ernsten oder belastenden Situationen, wenn der Nebel des Ungewissen dicht ist und die Regentropfen der Herausforderungen unaufhörlich fallen, offenbart sich wahre Führungsstärke. Es ist weniger herausfordernd, in ruhigen Gewässern ein Schiff zu navigieren. Erst wenn die Wellen hochschlagen und die Sicht getrübt ist, zeigt sich, wer wirklich die Fähigkeit besitzt, andere zu führen, zu motivieren und zu inspirieren. Das Momentum kann die Essenz wahrer Führungskraft hervorbringen – eine Mischung aus Entschlossenheit, Empathie und Mut ist in diesen Momenten gefragt [mehr...]
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