Über Mich

„Man darf sein eigenes Leben für eine Sache riskieren – niemals jedoch das eines anderen. Wahre Sicherheit entsteht allein durch unerschütterliche Professionalität, akribische Präzision und beständige Wachsamkeit.“

Marc Hinzmann, Hauptmann | OF-2.

Foto by © Christian O. Bruch      

Feldjägeroffizier

Sportler

Globetrotter

Autor, Veteran und Soldat

Seit über 13 Jahren bin ich Soldat bei der Bundeswehr. In dieser Zeit wurde ich zum Feldjägeroffzier ausgebildet und habe nicht nur Führungskompetenzen und strategische Weitsicht im multinationalen Kontext entwickelt, sondern auch zahlreiche Erfahrungen gesammelt, die weit über den militärischen Alltag hinausgehen. In meinem Buch, welches Anfang 2026 erscheint, nehme ich die Leserinnen und Leser mit auf meinen persönlichen Weg durch den Auslandseinsatz in Afghanistan im August 2021, schildere Momente, die mich bis heute dienstlich wie private geprägt haben, und reflektiere, wie gerade diese herausfordernde Situationen mein Verständnis von Führung und Verantwortung geschärft haben. 

Parallel dazu ist Sport für mich weit mehr als Ausgleich: Ob intensive Laufeinheiten im Morgengrauen oder Radtouren durch den Wald – körperliche Fitness ist für mich Grundvoraussetzung, um mental belastbar zu bleiben. Neben meiner militärischen Laufbahn habe ich mich mehrere Jahre ehrenamtlich im Vorstand unseres regionalen Fußballvereins engagiert und dort vor allem im Bereich Sponsoring und Marketing unterstützt. 

Ich bin fest davon überzeugt, dass der Wille zur kontinuierlichen Verbesserung und lebenslanges Lernen essenzielle Bausteine für nachhaltigen Erfolg sind. Es befähigt uns, mit Veränderungen Schritt zu halten, unsere Perspektiven zu erweitern und kontinuierlich neue Fähigkeiten zu entwickeln, die sowohl persönliches als auch berufliches Wachstum erst ermöglichen. 

Meine Leidenschaft: Veteranenarbeit

Menschenführung geht nicht nur mit einer Position einher – sie ist eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung, Menschen zu inspirieren, sie zu befähigen, ihr volles Potenzial zu entfalten und ihnen in den Momenten beizustehen, in denen es am meisten zählt. Als Soldat habe ich gelernt, dass wahre Führung oft weniger mit Hierarchien zu tun hat, sondern vielmehr mit Vertrauen, Klarheit, Kameradschaft und Verantwortung einhergeht. Bis heute fühle ich mich den Soldatinnen und Soldaten, mit denen ich 2021 im Einsatz war, verbunden.

Deswegen ist die Unterstützung der Veteranenbewegung für mich die natürliche Fortsetzung dessen, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Es geht um Wertschätzung, um Anerkennung und darum, denen beizustehen, die ihr Leben dem Schutz und der Sicherheit anderer gewidmet haben. Jeder Veteran trägt Geschichten und Erfahrungen mit sich, die nicht verloren gehen dürfen – und es ist unsere Aufgabe, diesen Geschichten Raum zu geben. Außerdem kämpfen viele Veteraninnen und Veteranen nach ihrem Dienst mit körperlichen, seelischen und sozialen Herausforderungen. Neben Respekt und Anerkennung verdienen sie konkrete Unterstützung. Die Veteranenbewegung steht für Solidarität, für das Bewahren von Erfahrungen und Werten und dafür, dass niemand nach dem Dienst in Vergessenheit gerät.

Kurzvita 

Marc Hinzmann ist Offizier der Feldjägertruppe (OF-2) und war 14 Jahre Soldat in der Bundeswehr. In Führungs- und Stabsverwendungen arbeitete er schwerpunktmäßig an Operations- und Ausbildungsfragen, Sicherheits- und Lagebewertungen sowie der Koordination komplexer Einsätze – oft an der Schnittstelle zwischen militärischen und zivilen Sicherheitsakteuren. Ergänzt wird die operative Erfahrung durch ein Studium der Staats- und Sozialwissenschaften (M.A.).

Aktuell ist Hinzmann als Reservist im Veteranenbüro der Bundeswehr eingesetzt und wirkt u.a. an der Planung des Veteranentags 2026 mit. Als Buchautor veröffentlicht er 2026 „Leben und sterben lassen“ im Econ Verlag (Ullstein).

Short Bio

Marc Hinzmann is a German Military Police officer (OF-2) and served 14 years in the German Armed Forces. In leadership and staff roles, he focused on operations and training, security and situational assessments, and the coordination of complex missions—often at the interface of military and civilian security stakeholders. He holds an M.A. in Political and Social Science.

He is currently assigned as a reservist to the Bundeswehr Veterans’ Office and, among other responsibilities, contributes to planning Veterans’ Day 2026. As an author, he published „Leben und sterben lassen“ in 2026 with Econ Verlag (Ullstein).

Ein Auszug meiner Beiträge auf LinkedIn:

Authentische Führung: Der Schlüssel zu echtem Vertrauen

Als Offizier und Disziplinarvorgesetzter beschäftigt mich immer wieder die Frage, was gute Führung auszeichnet. Helmut Schmidt sagte einst: „Wer erwartet, dass andere ihm auf seinen Weg folgen, muss bereit sein, die Führung zu übernehmen.“ Die Formulierung des Führungsanspruchs ist sicherlich ein wesentlicher Bestandteil der Führungskompetenz. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist Authentizität das Schlüsselwort. Die Menschen um einen herum spüren sofort, ob man eine Rolle spielt oder authentisch ist. Authentizität bedeutet Mensch zu bleiben, sich Fehler einzugestehen oder um Rat zu fragen. Gerade in ernsten oder schwierigen Situationen zeigt sich der wahre Charakter und genau dann ist es entscheidend, dass man als Vorgesetzter ernst- und wahrgenommen wird - unabhängig von der eigenen Dienststellung oder dem Dienstgrad. Um auf die Worte von Helmut Schmidt zurückzukommen. Führung zu übernehmen bedeutet nicht, alles zu wissen und schon gar nicht alles zu können. Es bedeutet vielmehr in der Lage zu sein Situationen richtig einzuschätzen, die richtigen Fragen zu stellen und am Ende, nach dem Abwägen der Möglichkeiten, den richtigen Entschluss zu fassen.

Führungskompetenz erfordert nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrung. Das bedeutet nicht, dass man jede Situation kennen, alle Höhen und Tiefen erlebt haben muss. Neben einer guten Ausbildung ist ein gewisses Maß an Erfahrung einfach erforderlich. Ganz besonders, um die Menschen, welche man führt, richtig verstehen und einschätzen zu können. Während meines Einsatzes habe ich Menschen führen dürfen, die wesentlich lebens- und diensterfahrener waren. Rückwirkend kann ich sagen: Es ist wichtig, Führungsanspruch zu haben, Führen zu wollen und sich Herausforderungen zu stellen; doch es ist ebenso wichtig, die Menschen, für die man verantwortlich ist, in die Entscheidungsfindung mit einzubinden, Fragen zu stellen und das Wissen und die Erfahrungen der Anderen zu nutzen. Denn als Führungskraft möchte ich nicht, dass mir die Menschen nur folgen, weil ich einen Dienstgrad oder eine Dienststellung habe. Ziel muss es sein, dass mir die Menschen folgen, weil sie mir vertrauen. 

Deswegen ist es wichtig, als Vorbild voranzugehen und von meinen Männern und Frauen nichts zu verlangen, was ich nicht selber bereit bin zu geben. Wahre Führung hat nicht unbedingt etwas mit dem Dienstgrad zu tun – sie beginnt mit der Haltung. Ansonsten verliere ich sehr schnell an Glaubwürdigkeit. Ferner ist es wichtig zu verstehen, dass Führung kein statischer Zustand ist. Man sollte sich nicht auf Formalitäten wie Zertifikate, Urkunden und Abschlüsse beschränken oder gar verlassen. Es ist ein kontinuierlicher Lernprozess, unabhängig des Alters oder der Ausbildung. Wir können Führungstechniken erlernen, unsere Skills verbessern und unsere Fähigkeiten schärfen. Aber wahre Führung geht darüber hinaus. Sie erfordert eine ständige Reflexion, vorbildliches Verhalten, Anpassung und Weiterentwicklung.

Eine chinesische Weisheit besagt, dass bei ruhigem Wetter jeder ein guter Steuermann sein kann. In ernsten oder belastenden Situationen, wenn der Nebel des Ungewissen dicht ist und die Regentropfen der Herausforderungen unaufhörlich fallen, offenbart sich wahre Führungsstärke. Es ist weniger herausfordernd, in ruhigen Gewässern ein Schiff zu navigieren. Erst wenn die Wellen hochschlagen und die Sicht getrübt ist, zeigt sich, wer wirklich die Fähigkeit besitzt, andere zu führen, zu motivieren und zu inspirieren. Das Momentum kann die Essenz wahrer Führungskraft hervorbringen – eine Mischung aus Entschlossenheit, Empathie und Mut ist in diesen Momenten gefragt.

Bei der Bundeswehr gibt es ein Sprichwort: „Geführt wird von vorne.“ Dazu gehört zuallererst, die Bereitschaft, sich Herausforderungen zu stellen und voranzugehen. Führung ist kein Privileg, sondern eine Verpflichtung gegenüber den Menschen, die einem anvertraut werden. Nicht in ruhigen Zeiten, nicht während geplanten Übungen, sondern in unübersichtlichen Situationen, im Nebel des Unbekannten, zeigt sich echte Führungsstärke. Eingesetzt als Feldjägeroffizier bei der MilEvakOp 2021 wurde mir erst kurz vor dem Abflug mitgeteilt, dass es für mich nicht nach Taschkent, sondern direkt in das Krisengebiet nach Kabul geht. Ich versuchte, die eigene Unsicherheit meinen Kameraden gegenüber zu überspielen. „Unser Auftrag hat sich geändert. Wir fliegen nach Kabul, nicht nach Taschkent.“ Die Worte waren einfach, aber sie trugen die Last der Verantwortung. Ich sah in die Augen meiner Männer und Frauen, spürte ihre Entschlossenheit auf der einen, aber auch ihre Unsicherheit auf der anderen Seite. Es ging nicht um heroische Reden oder unerschütterliche Gewissheit. Es ging darum Präsenz zu zeigen, Ruhe zu bewahren, die Ängste und Probleme zu erkennen und dennoch einen Weg vorzugeben.
Erfahrung dient dabei als wichtiger Kompass. Führung bedeutet, Entscheidungen zu treffen. Es bedeutet nicht, alles zu wissen oder erlebt zu haben. Während meines Einsatzes habe ich meine erfahrenen Soldatinnen und Soldaten in meine Entscheidungsfindung einbezogen. Erfahrene Soldaten oder Mitarbeiter kennen die Fallstricke, die versteckten Gefahren. Dennoch bleibt die Verantwortung unteilbar beim Vorgesetzten. Als Führungskraft muss man wissen, was man kann, aber noch wichtiger ist zu erkennen, was man nicht kann oder nicht weiß. Genau an dieser Stelle ist es wichtig, um Rat zu fragen. Die Bereitschaft, um Rat zu fragen, ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Egal in welcher Position man ist, es zeigt, man ist auch nur Mensch und, dass man in der Lage ist die Dinge zu reflektieren.

Umgekehrt zeigt sich in ernsten Situationen erst, wie die Menschen um einen herum wirklich über ihren Vorgesetzten denken. In schwierigen oder ernsten Situationen werden die Menschen nur jemanden folgen, wenn sie ihm vertrauen. Vertrauen schafft man nicht durch Dienstposten oder Dienstgrade, sondern durch menschliches und authentisches handeln.

Der Nebel der Ungewissheit ist die Bühne für echte Führung

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