Marc Hinzmann
SPIEGEL-Bestseller-Autor, Veteran und Soldat

Monate des Schreibens, Recherchierens und Erinnerns liegen hinter mir. Jede Seite hat mich zurückgeführt – zu Bildern, Stimmen und Momenten, die sich unauslöschlich in meinem Gedächtnis eingebrannt haben. Plötzlich stand ich wieder mit meinen Stiefeln in der Hitze auf den staubigen Straßen des Kabuler Flughafens. Der Weg zu diesem Buch war eine Achterbahnfahrt der Gefühle: schlaflose Nächte und intensive Gespräche. Es war der Versuch, Worte für das zu finden, was kaum in Worte zu fassen ist.
Doch jetzt ist es soweit:
Mein Buch über die militärische Evakuierung aus Kabul 2021 kann ab sofort auf allen gängigen Plattformen vorbestellt werden.
Ich bin stolz und dankbar, meine ganz persönliche Geschichte teilen zu dürfen – nicht nur, um das letzte Kapitel der Bundeswehr in Afghanistan zu erzählen, sondern um es spürbar zu machen.
Dienst an Sicherheit und Freiheit
Was bedeutet es in Deutschland Soldat zu sein?

Soldat in Deutschland zu sein heißt für mich, Verantwortung zu übernehmen – für Sicherheit und Stabilität sowie für die Werte, die unser Land und unsere Gesellschaft prägen.
Sicherheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeiten. Schutz und Stabilität entstehen nicht von allein; sie müssen kontinuierlich gesichert und im Ernstfall verteidigt werden. Mir war dabei stets wichtig, nicht nur über Verantwortung zu sprechen, sondern sie auch zu übernehmen – und verlässlich zu handeln, gerade dann, wenn Entscheidungen schwerfallen oder Lagen unübersichtlich werden. Die Bundeswehr ist für mich deshalb mehr als eine klassische Verteidigungsarmee: Sie ist ein Instrument der Krisenbewältigung und steht bereit, wenn es darauf ankommt.
Während meines Auslandseinsatzes bei der Evakuierung in Kabul im Jahr 2021 habe ich unmittelbar erlebt, was geschieht, wenn staatlicher Schutz wegbricht – wenn Ordnung zerfällt und am Ende das Recht des Stärkeren gilt. Diese Erfahrung hat meinen Blick nachhaltig geschärft: Sicherheit ist nicht abstrakt, sondern konkret. Sie entscheidet über Würde, Freiheit und im Extremfall über Leben und Tod.
Mein Beruf ist geprägt von Herausforderungen und Momenten der Unsicherheit, aber ebenso von Kameradschaft und Vertrauen. Soldat zu sein ist für mich daher nicht nur ein Job, sondern eine Verpflichtung und eine innere Haltung, die über die Dienstzeit hinauswirkt – und die ich nicht einfach mit dem Dienstzeitende abgebe.
